Neubau Verbindungsgebäude Engelshaus und Museum für Frühindustrialisierung

Klarheit die verbindet

Das Konzept einer klaren Struktur, eines respektvollen Abstandes und größtmöglicher Transparenz integriert den eigenständigen Verbindungsneubau gewinnend in den Bestand von Engelshaus und der Kannegießerschen Fabrik, einen Teil des Museums für Frühindustrialisierung. Die historische Hofsituation bleibt wahrnehmbar, gleichzeitig wird eine intuitive Eingangssituation gebildet und die durchgängige und barrierefreie Erschließung des Museums komplettiert. Das Foyer durchquerend erreicht der Besucher das zentrale, alle vier Geschosse verbindende Treppenhaus mit Aufzug. Geschossweise schließen sich brückenartige und schwebend erscheinende Übergänge an die benachbarten Gebäude an. Sichtbeton und Glas führen das klare äußere Gestaltungskonzept im inneren Erscheinungsbild des Gebäudes fort. Sanitäre Einrichtungen, Garderobe und Technikraum sind im Untergeschoss angeordnet, das erste Obergeschoss dient als Verteilerebene in die beiden Nachbargebäude. Der 100 Plätze umfassende Veranstaltungsraum befindet sich vom Museumsbetrieb losgelöst im zweiten Obergeschoss. Eine nahezu konstruktionslose und leichte Art des Sonnenschutzes bieten gebäudehohe, feststehende, vertikale Bahnen aus Metallgewebe und unterstreichen die monolithische Darstellung des Baukörpers.

 

 

 
Bauherr: Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal
Projektstandort: Engelsstraße 10, 42283 Wuppertal
Planungs-/ Bauzeit: 07.2019 - 04.2020 / vsl. 04.2020 - 12.2021
 BRI / BGF: 3.327  m³ / 871 m²
Kosten: 4,73 Mio. € brutto (KG 300+400)   
Leistung hmp: Architektenleistung LPH 3-8