Eine "Neue Mitte" für gemeinsames Lernen
Bildung | Die Erweiterung der Brüder-Grimm-Grundschule verbindet historische Bausubstanz mit zeitgemäßer Architektur. Durch die Neuorganisation des Bestands und einen klar gegliederten Neubau entstehen moderne Lern- und Aufenthaltsbereiche, die den Anforderungen des offenen Ganztags gerecht werden und der Schule eine neue räumliche Identität verleihen.
| Bauherr: |
Stadt Dortmund |
| Projektstandort: |
Leostraße 33, 44225 Dormund-Hombruch |
| Planungs-/ Bauzeit: | 04.2019 - 10.2024 / 02.2022 - 07.2026 |
| BRI / BGF: | Neubau 9.568 m³ / Neubau und Altbau 4.449 m² |
| Leistung hmp: | Generalplanung LPH 1-6+8 |
Historie und Zukunft sinnvoll verbinden
Das Schulgebäude aus dem Jahr 1905 wurde behutsam funktional neu organisiert. Um zusätzliche Unterrichts-, Betreuungs- und Aufenthaltsbereiche zu schaffen, wurde das Bestandsgebäude um einen dreigeschossigen Erweiterungsbau ergänzt. Dieser fügt sich selbstverständlich in das städtebauliche Umfeld ein und vervollständigtdie bestehende Blockrandbebauung an der Südwestecke des Grundstücks .
Der transparent gehaltene Treppenhausturm verknüpft Alt- und Neubau miteinander. Der innenliegende Aufzug erschließt beide Gebäudeteile barrierefrei und gleicht die unterschiedlichen Geschosshöhen komfortabel aus.
Die neue Mitte der Schule
Betritt der Besucher das Gebäude über den neuen Haupteingang öffnet sich das Forum – die „Neue Mitte“ der Schule. Das Herzstück des Erweiterungsbaus mit Mensa und Aula. Als zentraler Treffpunkt verbindet es die beiden Gebäudeteile und schafft einen lebendigen Ort für gemeinsames Lernen, Essen und Zusammenkommen. Die klare Anordnung der Haupterschließungsachsen von Alt- und Neubau sorgt für eine intuitive Orientierung.
Klare Architektur mit großer Aufenthaltsqualität
Der Neubau überzeugt durch seine ruhige, horizontal gegliederte Fassadengestaltung. Präzise gesetzte Rücksprünge und Versätze verleihen dem Baukörper Tiefe und Lebendigkeit, während die klare Gliederung die innere Organisation nach außen ablesbar macht.
Auch die Freianlagen wurden neu gestaltet. Der Schulhof mit teilüberdachter Pausenhalle ist heute besser vor Verkehrslärm geschützt und bietet den Schülerinnen und Schülern vielfältige Aufenthalts- und Bewegungsflächen.
Nachhaltige Freiräume schaffen
Ein Dachgarten mit Hochbeeten ersetzt den entfallenen Schulgarten und eröffnet neue Möglichkeiten für gemeinsames Lernen im Freien. Gleichzeitig konnten die erforderlichen Stellplätze entlang der Kiefernstraße integriert werden, ohne die Qualität der Schulanlage zu beeinträchtigen.
